Fachausschüsse und Arbeitsgruppen, die sich aus Vertretern sowie Fachleuten der nationalen Delegationen zusammensetzen, untersuchen eine breite Palette an Themenbereichen, die den europäischen Anwaltsberuf tangieren, und berichten hierüber. Zu diesen Themenbereichen gehören das anwaltliche Berufsrecht, die Auswirkungen des Wettbewerbs auf den Anwaltsberuf, die Freizügigkeit von Anwälten, die Anwaltsausbildung, der internationale Handel mit Rechtsdienstleistungen sowie Menschenrechte. In den letzten Jahren haben sich die Arbeitsgruppen auf Themen wie Geldwäsche, Prozesskostenhilfe, Ehescheidungen, Europäisches Vertragsrecht, Alternative Konfliktbeilegung und Corporate Social Responsibility (die soziale Verantwortung der Unternehmen) konzentriert.
Durch seine engen Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament, kann der CCBE die Gesetzgebung in einigen Bereichen des materiellen Rechts, wie zum Beispiel Strafrecht oder Gesellschaftsrecht, beeinflussen. Auf Grund seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Europäischen Gerichtshof und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wird der CCBE häufig zu Reformen des Verfahrensrechts konsultiert.
Der Ständige Ausschuss, das ausführende Organ des CCBE, setzt sich aus den Leitern der nationalen Delegationen zusammen. Der Vorsitz wird durch den Präsidenten geführt. Der Ständige Ausschuss trifft Grundsatzentscheidungen und tritt ca. fünfmal im Jahr zusammen.
An Voll- und Hauptversammlungen, die zweimal jährlich stattfinden, nehmen alle Mitglieder der nationalen Delegationen teil. Der Ständige Ausschuss leitet die wichtigsten Fragen an die Vollversammlung weiter, damit diese eine Position zum betreffenden Thema beschließen kann.
Der CCBE organisiert eine Vielzahl von Konferenzen zu aktuellen Rechtsthemen, wie zum Beispiel Berufshaftpflichtversicherung, soziale Sicherheit der Anwälte und Rechtsentwicklungen im IT-Bereich und nimmt an solchen Veranstaltungen teil. Diese vereinen die führenden Rechtsexperten und Regierungsbeamten aus ganz Europa und dienen auch dem Zweck, Anregungen für neue politische Standpunkte zu geben.